Die Themen  

   




   

Diskotheken in der DDR

Details

HORIZONT DISKOTHEK RADEBERG

HORIZONT DISKOTHEK RADEBERG

1976-1986 als Reisediskothek vorwiegend im Raum Sachsen.

Was waren DDR-Diskotheken?

Der Versuch, diesen Enthusiasten der Freizeitgestaltung ein Denkmal zu setzen

Zur Geschichte der Diskotheken in der DDR

Sie entstand aus dem Verlangen, der Jugend gezielt Freizeitbeschäftigung zu bieten, möglichst unter Leitung der FDJ und mit dem Anspruch, politisch auf die Parteilinie ausgerichtet zu sein. Einer Anweisung der Wismut SAG für Diskotheken zufolge sollte der "Schallplattenunterhalter" - offizielle Bezeichnung für den DJ (Diskjockey) in der DDR -,

"..zum Abschluss der Veranstaltung mit den Gästen gemeinsam ein Lied Lenin's singen."

Doch entwickelte sich in der Praxis etwas ganz anderes, als vorgesehen (wie öfter, wenn die Politik am Volk vorbeigeht).

Die Diskotheken, ca. 90% waren im Amateurstatus, und die Jugendclub's in der DDR, gleich ob Stadt oder Land, wurden für die Jugend eine feste Institution für die Gestaltung der Freizeit. Dabei ging es nicht nur um das Abspielen von Musik. Es wurde mit viel Geschick gestaltet, oft mit künstlerisch anspruchsvollen Wortbeiträgen, Spiel und Spaß, Einsatz von anderen Kunstgenres, sodaß hier eine eigene Kulturlandschaft entstand.

Der Wunsch 60% der angebotenen Musikstücke solle aus dem Schaffen der DDR oder anderer Ostblockstaaten sein, war illusorisch und konnte in der Praxis nicht umgesetzt werden. Wohl aber wurden Musiktitel aus diesem Schaffen angeboten, wenn sie gut waren und dem Anspruch des Publikums entsprach.

Im Internet kann man dazu lesen:

DDR-DikothekenMit mehreren tausend Singeklubs, in denen hauptsächlich Folkmusik gemacht wird, versucht die FDJ ihre politisch-ideologische Arbeit in die Freizeit der Jugendlichen hineinzutragen. Vorzeigesingeklub ist der Berliner Oktoberklub, der 1969 auch die erste Diskothek der DDR einrichtet. Obwohl nicht ohne Erfolg, kann die Singebewegung die Beatwelle nicht verdrängen. Die ungebrochene Beatbegeisterung der Jugendlichen zwingt die DDR-Führung zu einer offensiven Strategie: die Entwicklung eines eigenen DDR-spezifischen Rock wird seit den 70er Jahren gefördert, auch um dieses Medium für politisch-ideologische Botschaften zu nutzen. Einige Gruppen wie z.B. die Puhdys und Karat werden mit ihren bei "Amiga" produzierten Schallplatten auch in Westdeutschland bekannt.

(Bild aus Planet-Wissen)

   
© Hoffi's kleine Welt